Bedürfnisse und Kinderrechte reichen sich oft die Hand

Der nachfolgende Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da euch als Eltern sicher weitere unsichtbare Bedürfnisse einfallen. Mit diesem Beitrag möchte ich darauf aufmerksam machen, dass Bedürfnisse existieren an die wir im ersten Moment vielleicht nicht denken.

Selbstverwirklichung und Entwicklung

Bsp.: Nora ( 5 Monate ) liegt auf einer Decke auf dem Boden. Sie dreht ihren Kopf zu Seite und versucht sich zu drehen. Einmal, zweimal, doch es gelingt ihr nicht. Laut meckernd liegt sie auf dem Boden.

Bsp.: Marius ( 4 Jahre ) hat einen genauen Plan im Kopf. Er möchte aus seinen Bauklötzen einen Turm mit einer Brücke bauen. Doch die Brücke stürzt immer wieder zusammen. Wütend haut er den ganzen Turm um.

Beide Kinder haben das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung und Entwicklung.

In beiden Beispielen brauchen die Kinder von ihren Eltern die Bestärkung es erneut zu versuchen und dran zu bleiben. Die Eltern können den Kindern die Gefühle spiegeln und ihnen so zeigen, dass sie sie wahrnehmen. Auch dies ist ein Bedürfnis der Kinder. Dann könnten die Eltern die Kinder bestärken, es weiter zu versuchen: ich denke du schaffst das, wenn du es weiter versuchst. Kinder erfahren so, dass die Eltern ihnen etwas zutrauen und an sie glauben, dadurch lernen sie auch an sich zu glauben und sich anzustrengen. Denn Kinder lernen sich selbst durch die Augen und den Umgang der Eltern mit ihnen kennen.

Wie können Eltern reagieren, wenn Frust bei der Selbstverwirklichung entsteht

Sollte im obigen Beispiel der Frust der Kinder größer werden und die Eltern das Gefühl haben, dass das Kind verzweifelt, nehmen die Eltern die kleine Nora hoch mit den Worten: ich habe das Gefühl, dass du jetzt genug probiert hast und nicht mehr magst. Du kannst ein anderes Mal weiter versuchen. Du wirst merken, bald schaffst du das.

Wenn die Eltern bei Marius merken, dass er Unterstützung braucht, können sie ihm diese anbieten und fragen: „sollen wir es gemeinsam probieren. Manchmal hat man gemeinsam neue Ideen.“ Dann warten die Eltern die Reaktion von Marius ab und respektieren diese, auch wenn sie anders ausfällt, als gewünscht. So lernt Marius, dass er ernst genommen wird und es auch die Möglichkeit gibt, Hilfe anzunehmen und gemeinsam Lösungen zu finden.

Gesehen und geachtet werden

Ich glaube es ist ein Grundbedürfnis eines jeden Menschen, geachtet zu werden für das was man ist und nicht für das was andere erwarten. Das Gleiche gilt für das Bedürfnis von anderen wahrgenommen zu werden, so wie man ist.

Wir Erwachsenen haben evtl gelernt oder für uns Muster entwickelt, uns dieses Bedürfnis zu erfüllen.

Kinder dagegen entwickeln ihr Selbstbild über die Art wie andere Menschen auf sie eingehen, welche Resonanz sie bekommen.

Eltern erfüllen dieses Bedürfnis,….

  • indem sie achtsam und langsam, schon mit dem kleinsten Säugling umgehen
  • indem sie ihnen ihre komplette Aufmerksamkeit widmen, wenn sie gemeinsame Zeit verbringen
  • indem sie ihnen ihre Gefühle und Gesagtes widerspiegeln
  • indem sie ihre Kinder nicht bewerten, sondern ihnen ein Feedback für ihre Handlungen geben.
  • indem sie sie bei Angelegenheiten, die die Kinder betreffen, fragen und miteinbeziehen, immer Alters- und entwicklungssentsprechend.
  • indem sie mit und nicht über die Kinder reden
  • indem sie ihnen auf Augenhöhe begegnen und gleichzeitig ihre Elternverantwortung wahrnehmen

Gesundheit

Bsp.: Laurenz ist mit seiner Tochter Laura ( 7 Jahre) für das Abendessen einkaufen. Laura steht vor den Süßigkeiten und greift nach einer Tafel Schokolade und nach noch einer. Laurenz stoppt sie und sagt: „Stopp. Wir haben noch Schokolade zuhause und kaufen jetzt keine.“ Laura schimpft: „Ich habe aber jetzt Hunger. Bis zuhause bin ich verhungert.“ Laurenz erwidert: „Wir essen zu Abend sobald wir zuhause sind. Wir können jetzt eine Banane für dich kaufen, wenn du so großen Hunger hast. Schokolade kannst du nach dem Abendessen zuhause essen.“

Schauen wir uns dieses Beispiel an. Kinder haben das Bedürfnis und das Recht nach Gesundheit. Eltern tragen die Verantwortung, dass dieses Bedürfnis umgesetzt wird, auch wenn dies den Unmut der Kinder oder einen Konflikt heraufbeschwört. Auch hier kann der Vater seiner Tochter ihr Bedürfnis spiegeln und mitteilen, weshalb er trotzdem bei seiner Meinung bleibt. Kinder haben das Bedürfnis nach Erwachsenen, die Verantwortung übernehmen und ihnen Halt geben. Immer mit Blick auf das Kind, das heißt dieses ernst nehmen, spiegeln und erklären, damit es den Hintergrund versteht.

Je älter das Kind wird, desto mehr kann es in Entscheidungen miteinbezogen werden, die es betreffen. Wie hätte das in dem obigen Beispiel aussehen können: Der Vater hätte vor dem Einkauf mit seiner Tochter überlegt, was sie für das Essen einkaufen wollen. Wenn sie eine Schokolade nennt, könnte er einer Schokolade zustimmen, doch mit ihr absprechen, dass sie erst Abend essen oder sie ein Stück jetzt essen darf, den Rest sich aufhebt.

Bindung und Zugehörigkeit

Bsp.: Maria und Anton sitzen mit ihren zwei Kindern Hugo ( 5 Jahre) und Amelie ( 7 Jahre) am Tisch und essen zu Abend. Maria und Anton haben das große Bedürfnis nach einem langen Tag sich auszutauschen. Doch sobald sie mit einander reden, beginnen die beiden Kinder sich gegenseitig zu ärgern.

Schauen wir uns dieses Beispiel einmal genauer an. Genau wie die Eltern haben auch die Kinder einen langen aufregenden Tag hinter sich und jetzt das Bedürfnis, nach Bindung, Zugehörigkeit und sich austauschen. Da die Eltern dieses Bedürfnis nicht erfüllen, versuchen die beiden Kinder unbewusst durch ihren Streit, ihr Bedürfnis zu erfüllen.

Unverplante Zeit und Ruhe

Bsp.: Marius ( 4 Jahre ) ist ein aufgeweckter Junge, der den ganzen Tag in Bewegung ist. Die Eltern wollen diesem Bedürfnis Raum geben und bieten Marius mehrere AGs Nachmittags an. Doch anstatt, dass Marius danach ausgeglichener und ausgepowerter ist, wird er unruhiger. Erst als seine Eltern die AGs auf ein Minimum herunterfahren und Marius unverplante Zeit hat, wird er ausgeglichener.

Kinder haben das Bedürfnis nach unverplanter Zeit und Ruhe. Diese Zeit benötigen sie, um Erlebnisse zu verarbeiten, neue Verhaltensmuster einzuüben und wieder in die eigene Mitte zu finden. Ob ein Kind dies eher in einer ruhigen Beschäftigung sucht oder durch Bewegung erreicht hängt vom Charakter und vom Bewegungsbedürfnis der Kinder ab.

Bewegung

Bsp.: Emma ( 6 Monate) ist genau wie ihre Schwester Alma ( 5 Jahre ) ständig in Bewegung. Während Emma auf dem Boden liegend neue Bewegungen einübt und ihren Körper kennenlernt, erforscht Alma auf dem Spielplatz oder ihr Toben ihren Körper und seine Bewegungen.

Bewegung ist Entwicklung. Kinder brauchen die Möglichkeit, sich frei bewegen und auszuprobieren zu können. Wenn die Eltern sich möglichst wenig einmischen, lernen die Kinder sich selbst und ihre Fähigkeiten gut einzuschätzen. Sie lernen welche Bewegungen es braucht, damit sie robben und krabbeln lernen. Später lernen sie Hindernisse zu überwinden, Klettergerüste zu erklettern. Sie lernen fallen und ihre Möglichkeiten einzuschätzen. Die Aufgabe und Verantwortung der Eltern liegt darin, die Kinder vor großen Gefahren zu schützen und so ihnen Gesundheit und Sicherheit zu bieten.

Bedürfnis nach Sicherheit

Bsp.: Linus ( 3 Jahre ) steht mitten in der Autonomiephase. Selbstbestimmung ist bei ihm Programm. Regelmäßig bleibt er vor den Süßigkeiten im Geschäft stehen und will die Schokolade. Wenn seine Eltern ihm diesen Wunsch nicht erfüllen, schreit er laut. Seine Eltern reagieren gleichbleibend. Sie bleiben ruhig und halten seine starken Gefühle aus.

Linus gibt es Halt und Sicherheit, weil er weiß, seine Eltern die Verantwortung für diese Situation übernehmen. Trotzdem überkommt ihn weiterhin der starke Wunsch nach Schokolade und starke Gefühle, wenn seine Eltern Nein sagen.

Wenn seine Eltern ihm den Wunsch erfüllen, nachdem sie nein gesagt hatten und er wütend wurde, geben sie die Verantwortung für diese Situation an ihn ab. Er soll etwas entscheiden, dass er noch gar nicht kann. Dies löst Unsicherheit und Hilflosigkeit bei ihm aus.

Statt dessen sollten die Eltern ihm seinen Wunsch und sein Gefühl spiegeln und ruhig bei ihm bleiben. Natürlich können sie ihm auch den Wunsch erfüllen und dies ihm vorab erklären. „Heute wollen wir auch Schokolade kaufen. Wir entscheiden zusammen, welche wir kaufen.“

Ernst genommen werden

Bsp.: Mia ( 4 Jahre) sucht sich ihre Kleider am liebsten selbst aus. Meistens fällt die Wahl recht bunt aus. Stolz präsentiert sie sich vor ihren Eltern.

Bsp.: Mila (14 Jahre ) verbringt ihre Nachmittage am liebsten mit ihren Freundinnen. Ihrer Ansicht muss sie immer viel zu früh zu Hause sein. Sie findet, ihre Eltern behandeln sie wie ein kleines Kind.

In beiden Beispielen haben die Kinder das Bedürfnis ernst genommen zu werden. Im zweiten Beispiel können die Eltern sich mit Mila zusammensetzen, jeder darf sagen, was er sich wünscht. Gemeinsam kann dann eine Lösung gefunden werden, der auch Mila zustimmt. Wichtig ist, dass die Eltern darauf achten, dass auch an die Sicherheit gedacht wird. Wie könnte die Lösung aussehen? Beispielsweise könnten sie vereinbaren, dass Mila am Wochenende länger bleiben darf, allerdings ihren Eltern Bescheid sagt und die Eltern sie abholen kommen.

Bildung

Bsp.: „Warum können wir nicht unter Wasser leben? Warum gibt es soviele Sterne am Himmel?“ Fragen über Fragen, die Merlin (5 Jahre ) täglich seinen Eltern stellt. Manche Fragen sind einfach zu beantworten, bei anderen dagegen fühlen die Eltern sich überfragt. Die einfachen Fragen beantworten sie kurz und kindgerecht. Bei den schwierigen lächeln sie ihn und sagen zu ihm: „Gute Frage, die Antwort kenne ich auch nicht. Sollen wir mal überlegen, wie wir eine Antwort finden können?“ Bewusst wählen sie neben dem Internet auch noch andere Wege, um Antworten zu suchen.

Kinder haben das Bedürfnis nach Bildung. Neugierig erkunden sie die Welt. Die Fragen stellen sie meistens als erstes den Menschen, denen sie vertrauen, ihren Eltern. Indem die Eltern gemeinsam mit den Kindern Antworten auf die Fragen suchen, erfüllen sie viele Bedürfnisse der Kinder. Sie hören den Kindern zu und nehmen sie ernst. Die Kinder fühlen sich gesehen und wahrgenommen. Durch die Interaktion stärken die Eltern die Beziehung und Bindung zu ihrem Kind. Außerdem erfahren die Kinder von klein auf, dass ihre Eltern ihnen zuhören, sie ernst nehmen und sich für sie interessieren. Die Chance, dass später auch die älteren Kinder zu ihren Eltern kommen, wenn sie Fragen oder sorgen haben, wird wahrscheinlich größer sein, als wenn ein Kind immer nur hört, dass es stört.

Trotzdem kommt es sicher vor, dass die Eltern in dem Moment ganz andere Themen beschäftigen und den Kopf nicht frei haben für die Fragen ihrer Kinder. Solange dies nicht ständig vorkommt, lernen die Kinder in diesen Momenten die Grenzen ihrer Eltern kennen. Gut ist es, wenn die Eltern es ihnen kurz erklären, damit die Kinder wissen woran sie sind. Denn Kinder sind sehr sensible Wesen und spüren ob ihre Eltern aufmerksam sind oder nicht. „Ich finde deine Frage spannend. Im Moment sind meine Gedanken noch bei der Arbeit. Gib mir ein paar Minuten, dann höre ich dir zu und wir suchen die Antwort.“ Anschließend sollten die Eltern zu ihrem Kind gehen und es noch einmal nach der Frage fragen, so merkt das Kind, dass es sich auf seine Eltern verlassen kann.

Eltern sollen den Kindern keine Steine aus dem Weg räumen, sondern ihnen helfen, diese zu überwinden. Dabei hilft es, den Kindern ihre Gefühle, Bedürfnisse zu spiegeln und erklären, warum etwas nicht geht. Eltern sollen ihre Kinder in schwierigen Zeiten begleiten, ein offenes Ohr haben und sie bei der Lösung unterstützen.

Talente leben

Bsp.: Häufig kommt Sven ( 8 Jahre ) bedrückt aus der Schule. Es macht ihn traurig, wenn Kinder ausgeschlossen werden oder er das Gefühl hat ein Kind sei traurig. Auch über sein eigenes Verhalten grübelt er viel aus der Angst heraus, jemanden zu verletzen.

Die Eltern schätzen seine Empathiefähigkeit und das er sich für Schwächere einsetzt. Gleichezitig sehen sie auch, dass er häufig sehr streng über sich selbst urteilt, aus der Angst heraus, jemanden zu verletzen. Die Eltern schätzen sein Talent, reden mit ihm über seine Gefühle und überlegen gemeinsam wie er in bestimmten Situationen reagieren kann und es anderen oft hilft, wenn einfach nur jemand zuhört und hinter ihnen steht.

Außerdem reden sie auch über ihre eigenen Gefühle, spiegeln ihm seine Anteilnahme als etwas Positives, doch sie sagen ihm auch, dass alle Gefühle zum Leben gehören und er ihre Gefühle nicht lösen braucht. Die Eltern geben eigene Fehler zu und entschuldigen sich bei ihm, wenn sie einen Fehler gemacht haben, damit er lernt, dass Fehler zum Leben gehören und nicht vermeidbar sind.

Kinder und Talente

Die unterschiedlichsten Talente bringen Kinder mit ins Leben. Auch hier gibt es die unsichtbaren, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sind. Wie z.Bsp.: Empathie, besondere Beobachtungsgabe, Sensibilität, Kreativität, Selbstgenügsamkeit.

Kinder wollen ihren Stärken und Talenten entsprechend gesehen und unterstützt werden. Eltern sollten sie dabei bestärken und ihnen gleichzeitig helfen, mit dem jeweiligen Talent umzugehen.

Stolperfallen für Eltern

Kindheitserfahrungen der Eltern

Für alle Menschen, die Kinder ins Leben begleiten, ist die eigene Kindheit, die Basis mit der den Kindern begegnet wird. Sei es. dass Erfahrungen abgelehnt und extra das Gegenteil gelebt wird oder das die Erfahrungen unreflektiert übernommen werden. All dies lässt uns nicht bewusst handeln, sondern aus dem Unbewussten heraus. Mehr dazu findet ihr unter meinem Beitrag: als Eltern wachsen

Eltern, Betreuungspersonen, deren Bedürfnisse in ihrer Kindheit oder Vergangenheit kaum oder gar nicht wahrgenommen wurden oder auf die nicht angemessen reagiert wurde, kann es schwer fallen, die eigenen sowie die Bedürfnisse des Kindes wahrzunehmen.

Schritt für Schritt können die Eltern lernen, wieder auf die eigenen Bedürfnisse zu achten. Sollten sie die Bedürfnisse ihres Kindes nur schwer wahrnehmen, können sie dies auch in den Momenten dem Kind mitteilen. „Ich weiß gerade gar nicht, warum du weinst, schimpfst. Ich bleibe bei dir und halte dich.“

Weitere Themen zur Bedürfnisorientierten Erziehung und Grenzen sowie Selbstfürsorge

Auch der Unterscheidung Bedürfnis – Wunsch habe ich einen eigenen Beitrag gewidmet. Ihr findet ihn hier

Stress, Zeitdruck

Stress und Zeitdruck vernebeln uns oft den Blick auf uns selbst, das Kind und das Jetzt. Hier hilft es oft, erst einmal innezuhalten, durchzuatmen, bevor wir reagieren.

Im ersten Augenblick denkt man vielleicht, dass man Zeit verliert, wenn man in stressigen Situationen sich erst einmal beruhigt. Doch das Gegenteil ist meist der Fall. Aus der Ruhe heraus können wir oft die Situation besser beurteilen. Außerdem beruhigen wir durch unsere Ruhe auch das Kind, da das Kind unseren Gefühlszustand oft gut einschätzen kann. Des weiteren können Kinder je kleiner sie sind, ihre Gefühle noch nicht selbst regulieren und brauchen dafür die Ruhe ihrer Eltern. Sie brauchen die Co- Regulation durch die Eltern.

Zum Thema Kinder unser Spiegel

Unwissenheit über Entwicklungsabläufe beim Kind

Eltern werden nicht als Eltern geboren, sondern erst durch die Geburt ihres Kindes zu Eltern. Eltern absolvieren keine Ausbildung und kein Studium. Daher ist es nur verständlich, dass ihnen Details in der kindlichen Entwicklung fehlen können.

Hilfreich ist es, die Entwicklung des Kindes zu beobachten, da Kinder sich nach einem inneren Entwicklungsplan wachsen. Als kleine Hilfestellung kann ich raten, Kinder nicht in Situationen bringen, die sie von allein noch nicht einnehmen können.

Außerdem gibt es sogenannte Entwicklungsfenster bei Kindern. z.Bsp das Toilettentraining. Kinder wollen irgendwann auch auf Toilette oder Töpfchen. Diesen Impuls können Eltern gut aufgreifen. In diesen Entwicklungsfenstern lernen Kinder neue Verhaltensmuster, Entwicklungsschritte besonders leicht und gut. Auch danach können sie die Entwicklungsschritte natürlich noch lernen. Allerdings mit mehr Anstrengung.

Bei Auffälligkeiten, Unsicherheiten sind Kinderarzt / Kinderärztin gute Ansprechpartner*innen.

Erwartungen an das Kind oder an uns selbst

Erwartungen verstellen uns oft den Blick für das was ist. Wir haben Vorstellungen von Verhaltensweisen oder dem Entwicklungsverlauf der Kinder. Wir gehen streng mit uns um, werden mit uns selbst ungeduldig, wenn wir Situationen nicht gerecht werden und wieder in die gleiche Stolperfalle gehüpft sind. Stattdessen lohnt es sich, liebevoll mit sich selbst zu sein. Entwicklung und Veränderung braucht Zeit. Eltern wachsen mit ihren Kindern. Mehr dazu hier . Kinder schauen sich auch ab, wie ihre Eltern mit sich und eigenen Fehlern und Bedürfnissen umgehen.

Schreibe einen Kommentar

Ich bin Isabel

Herzlich willkommen auf meinem Blog über ganzheitliche Pädagogik und innere Entwicklung.

Ganzheitliche Pädagogik berücksichtigt das Kind in seiner Ganzheit als Körper, Geist und Seele, sowie in der Wechselwirkung mit seiner Familie und seinem Umfeld.

Dieser Blog möchte Impulse geben, die den eigenen Blickwinkel erweitern, das eigene Verhalten reflektieren, um den eigenen Herzensweg mit seiner Familie zu finden.

Freut euch auf einen Blog mit Ideen, um Alltagssituationen klar und friedlich zu lösen und sich selbst weiter zu entwickeln.

Verbinden wir uns